HOFHEIM. Die Hofheimer Stadthalle verwandelte sich am Sonntagnachmittag beim Jubiläumskonzert der Landes-Akkordeon-Bigband "A-Train" in eine riesige Geburtstagsfete, zu der es Besucher aus allen Teilen Hessens zog. Dabei fehlte weder der Geburtstagskuchen noch die Geburtstagsüberraschung in Form einer echten Bossa-Nova-Tänzerin, die, einem großen Geschenkpaket entstiegen, eine Performance zur Musik der Bigband lieferte. Und wie es sich für einen zehnten Geburtstag gehört, waren auch Kinder und jugendliche Akkordeonisten eingeladen, zusammen mit A-Train zu spielen. Allerdings ist die erhoffte Anzahl von zehn mal zehn Nachwuchsmusikern nicht ganz zusammen gekommen, die zum zehnjährigen Bestehen aus mindestens zehn Akkordeon-Orchestern des Landes eingeladen gewesen waren. Das Zusammenspiel von immerhin weit über 70 Kindern und Jugendlichen war aber trotzdem einer der Höhepunkte des Nachmittags, bei dem auch dem letzten Skeptiker klar werden musste, dass die gute alte Quietschkommode kein angestaubtes Relikt aus vergangenen Tagen ist.
Das bewies schon das virtuose Duo "Royal Squeeze Box", das mit Akkordeon und Superstimmlage die Hits der Band Queen auf eine neue, humorige und mitreißende Weise interpretierte, die eine Viertelstunde vor Konzertbeginn und in der Pause für Furore sorgten Die Landes-Akkordeon-Bigband, deren Schwerpunkte Jazz-Standards, Rock- Klassi-ker, Swing, Pop- und Latin-Highlights sind, zeigte bereits zu Beginn mit "Mind the Gap!" von Jazz-Legende Duke Ellington Profi-Liga-Qualität weit ab von den herkömmlichen Repertoires vieler Akkordeon-Orchester.
Hofheimer bei den Gründern
Das hält anscheinend die meisten bei der Sache, denn von den 40 Musikern der Bigband sind 25 schon seit den Anfangstagen dabei, wie Bernhard Wondrak stolz erklärt hatte. Der Dirigent des Hofheimer Akkordeon-Orchesters Lyra gehört selbst zu den Gründungsmitgliedern von "A-Train", dessen Wurzeln in die 90er Jahre zurückreichen. Damals reifte bei einem zunächst kleinen Kreis von hessischen Akkordeonisten, die in einer Reihe von Workshops Jazz-, Rock- und Latin-Titel auf ihrem Instrument interpretieren wollten, der Wunsch nach einer festen Formation heran. Leiter dieser Workshops war schon damals der erfahrene Akkordeonlehrer, Dozent und Jazz-Musiker Wolfgang Russ, der bis heute ATrain leitet.
Im Oktober 2000 wurde in Wiesbaden die Landes-Akkordeon-Bigband gegründet, die ein viertel Jahr später in Hofheim ihr erstes Konzert in der Stadthalle gab. "Das war auch der Grund dafür, warum wir unseren zehnten Geburtstag unbedingt wieder in Hofheim feiern wollten", sagte Wondrak. Wie er gehört auch der Pianist Hans-Günther Kölz zu den "alten Hasen" von A-Train, der mit Wolfgang Russ und Bernhard Wondrak und drei Melodicas bei dem Stück "Creole Love Call" einmal mehr auch am Sonntag eine Klamauk-Einlage zum besten gaben. Neben unvergesslichen Jazz- und Popsongs, ergänzten die Sängerin Pearl Bretter und der Trompeter Stefan Klink als Gäste die Bigband. Als dann noch der Nachwuchs zusammen mit der Bigband rockige Classics wie "Also sprach Zarathustra" intonierten, kannte der Applaus keine Grenzen mehr. Mit von der Partie waren dabei natürlich auch junge Hofheimer Akkordeonisten.
Zweieinhalbtausend johlende Zuschauer, dicht gedrängt bis an die Absperrgitter vor der Bühne, blitzende Scheinwerfersalven über der Bühne und durch die wogende Zu-schauermenge, immer wieder Kameraschwenks dicht über die hüpfenden Köpfe der Zu-schauer hinweg zu den Akteuren auf der Bühne, aus den Boxentürmen pausenlos druck-volle Rhythmen, gleißende Spots heben die Musiker aus den in allen Farben schillernden Nebelschwaden auf der Bühne heraus, die Bilder der Videowände offenbaren mikroskopi-sche Details des Bühnenkosmos im Großformat, ständige Applauswellen laufen durch das Publikum, ein Gefühl als brenne die Luft - ein Szenario für Akkordeonmusik? Kaum vor-stellbar, dennoch Realität!
Hessens dienstälteste Rockband, die "Rodgau Monotones" (mit "Die Hesse kom-me" 1984 in den bundesweiten Charts) feierten ihren 30. Geburtstag mit einem mehr als dreistündigen fulminanten Konzert im Hanauer Amphitheater - und mit auf der Bühne da-bei war A-TRAIN, die Landes-Akkordeon-Bigband Hessen.
Das schon lange ausverkaufte Konzert zum 30-jährigen Jubiläum der "Rodgau Monotones" war eine Revue der Rockmusiker aus und um Hessen. Die zahlreichen Gäste geizten nicht mit musikalischen Geburtstagswünschen und so war dieser 30. August 2008 in Hanau eine Live-Revue der "Rock-Giganten". Wolfgang Niedecken und Jürgen Zöller von der Rockgruppe BAP boten ebenso wie das Comedy-Duo "Badesalz" erdige Rockmu-sik gemeinsam mit den vor Energie sprühenden Rodgau Monotones. Anne Haigis, erfolg-reiche Pop-und Rocksängerin seit Mitte der 80er Jahre und die bekannte hessische a-capella Gruppe "U-Bahn Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern" brachten mit ihren Songs das Publikum in ausgelassene Stimmung.
Mit dabei bei dieser heißen Rock-Party war A-TRAIN, die Landes-Akkordeon-Bigband Hessen. Die Akkordeonisten begleiteten die Rockmusiker von Rodgau Monoto-nes bei dem Song "Bad Orb, Bad Orb", einer hessischen Persiflage auf den Titel "New York, New York" sowie dem schon legendären Sommerhit-Klassiker für alle Daheimge-bliebenen "St. Tropez am Baggersee". Die von Wolfgang Russ geschriebenen und von A-TRAIN mit hartem Rockfeeling interpretierten Arrangements passten vorzüglich in das Sounderlebnis des Rockkonzerts. Sängerin Kerstin Pfau und Lead-Sänger Peter "Osti" Osterwold wurden von zweitausend Kehlen begleitet, die zugleich lautstark dem Akkorde-onsolisten Hajo Rühl zujubelten. Die in der überbordenden Stimmung erschallenden Zu-gabenrufe der über zweitausend Zuschauer am Ende des A-TRAIN Auftritts mussten lei-der unerfüllt bleiben, da im straffen Konzertablauf schon die nächsten Gäste backstage warteten.
Die phantastische Stimmung des Konzerts lässt sich mit Worten nur unzureichend beschreiben, die Bildergalerien auf den Web-Seiten von A-TRAIN www.a-train-bigband.de und von Rodgau Monotones www.rodgaumonotones.de vermitteln einen angemessenen optischen Eindruck von der ausgelassenen Geburtstagsparty.
Oberbürgermeister Egon Vaupel, Schirmherr der Veranstaltung, meinte gut gelaunt: "Manche denken, das Akkordeon ist out. Ich denke, dieses Denken ist out." Und tatsächlich war der ganze Abend, elegant und versiert moderiert von Carsten Beckmann, ein Beweis für die überraschend vielen Möglichkeiten des modernen Akkordeons.
Gleich zu Anfang die Landes-Akkordeon-Bigband "A-Train", deren Name an Billy Strayhorns Hit "Take The A-Train" (1941) erinnert, das Eröffnungsthema Duke Ellingtons. Rund 30 Akkordeons ersetzten, abgesehen von einer starken Rhythmusgruppe, alle gängigen Big-Band-Instrumente, insbesondere die Saxophone. Gut gestimmt, erzeugten sie einen homogenen Begleitsound, der von bissigen Akkord-Einwürfen bis zu an- und abschwellenden streicherähnlichen Sound-Pads und witzigen, staubsaugerhaften Spezialeffekten reichte. Die hervorragenden Comping-Fähigkeiten von "A-Train" kamen vor allem den beiden Solisten zugute: dem tonschönen Trompeter Stefan Klink und dem animierenden Sänger Jochen Schild (…).
Auch die Marburger Blindenstudienanstalt, zu deren Gunsten im Rahmen der Kampagne "Lichtblick für Blinde", veranstaltet von der Deutschen Blindenstudienanstalt, der Musikschule Marburg, dem Projekt des Netzwerks Richtsberg "Kultur & Kulturen", dem "Musikhaus Am Biegen", dem Lions-Club und der Firma Musik Meyer, das Benefizkonzert stattfand, konnte sich hören lassen: Heiko Forro und Vitali Brumm trugen eine schön empfundene und musikalisch überzeugend gestaltete melancholische russische Ballade für zwei Akkordeons vor (…).
PFUNGSTADT. "Akkordeonissimo" sollte keine klassische Soiree werden, sondern ein "schöner, beschwingter Abend", wie der Conferencier ankündigte. Die Musiker der Akkordeon-Vereinigung 1936 Pfungstadt (AVP) hatten für Samstagabend die übliche Konzertstruktur aufgebrochen und ein Programm aus mehreren Blöcken zu je 30 Minuten mit kurzen Pausen erarbeitet. Den ersten Block spielte die AVP, danach nahmen die Musiker von "A-Train" auf der Bühne Platz. Der vorherrschende Stil: Swing, ergänzt durch Rock- und Popklassiker. Das Tanzen war ausdrücklich erlaubt. (…)
Danach übernahm "A-Train" - ein auch in Sound und Optik ungewöhnliches Ensemble - die Bühne. Die Rhythmussektion war nicht hinter einem Halbkreis aus 30 Akkordeonisten verborgen, sondern ganz vorne. Motor war der in der Bühnenmitte postierte Schlagzeuger, ein tempofester und wirbelfreudiger Lotse durch den Abend, der mit "Florida Flirt" aus der Feder Paul Kuhns und einem "Bee-Gee"-Medley begann und beständig Tempo zulegte. Neben dem satten, originell arrangierten Akkordeonklang verliehen die Solisten der Bigband Charakter und Farbe.
Bei Chuck Mangiones "Children of Sanchez" durch das Flügelhornspiel Stefan Klinks, bei Brecht/Weills Mackie-Messer-Song brachte Sänger Jochen Schild eine ungewöhnlich klare und brillante, von wuchtigem Ensemble-Sound getragene Version auf die Bühne. Auch Pianist Hans Günther Kölz, präzise und trotzdem locker swingend, beeindruckte mit einem Solo des Rock-Klassikers "Rosanna" von Toto. Und "A-Train" zeigte nicht nur, dass Frank Sinatras "Chicago" und Chick Coreas "Spain" für Akkordeon arrangiert ordentlich swingen können. Orchesterleiter Wolfgang Russ lieferte zum Vergnügen der Zuhörer mit zwei Mitmusikern den Beweis, dass auch eine Melodica voller Swing und Groove steckt.
Neuenrade. (i.s.) "Bis vor zehn Jahren wäre es noch nicht vorstellbar gewesen, dass ein Akkordeon-Orchester Rock-Klassiker spielt" - der gelungene Auftritt der hessischen Landes-Akkordeon-Bigband "A-Train", die am Sonntag im Rahmen des städtischen Kulturprogramms im Kaisergarten gastierte, stellte eindrucksvoll unter Beweis: Die rund 30-köpfige Formation unter der Leitung von Wolfgang Russ ist längst aus der experimentellen Phase heraus.
Das facettenreiche Repertoire, das von traditionellen Bigband-Klassikern wie "Moonlight Serenade" oder "Take the A-Train" über rockige Arrangements von den Bee Gees bis hin zu Hits von Robbie Williams reichte, ließ den Funken auf die rund 100 Konzertbesucher überspringen. Während draußen dicke Regenwolken den Himmel verdunkelten, kam in Neuenrades "guter Stube" beschwingte Mitklatsch-Laune auf."
"Dass Tradition und Zeitgeist keine Gegensätze sein müssen, belegten (…) die Akkordeon-Klänge, die durch den gekonnten Einsatz einer Rhythmusgruppe aufgelockert wurden. Abgerundet wurde der Ohrenschmaus durch die Darbietungen des Sängers Jochen Schild sowie durch die Intonationen der Solisten am E-Piano, der E-Gitarre oder auf der Trompete."
Bad Homburg. "….A-Train ist etwas Einmaliges in Deutschland. Zwar haben alle Bundesländer ihre eigenen Landesorchester, manche sogar Akkordeon-Ensembles. Doch keine dieser Gruppen spielt ausschließlich Jazz und Popmusik. A-Train tut dies seit Anfang des Jahres 2000 und mit immer größerem Erfolg. Die Zuschüsse des Landes reichen aber bei weitem nicht aus, um die Kosten zu decken, betonte Russ. «Die Musiker müssen finanziell selbst etwas beisteuern», erklärte der Dirigent und verwies auf die hohen Übernachtungskosten des insgesamt mehr als 30 Personen umfassenden Akkordeon-Ensembles.
Rund zwei Dutzend Titel gehören mittlerweile zum Repertoire. Zum Teil sind es Arrangements bekannter Jazz- und Poptitel, zum Teil aber auch Eigenkompositionen von Wolfgang Russ. Denn: «So groß ist das Angebot an Kompositionen für ein Akkordeonensemble nicht», betonte Russ. Drei Mal im Jahr treffen sich die Musiker für drei Tage, um das neue Repertoire unter der akribischen Anleitung von Russ einzustudieren. Bei bis zu sieben Konzerten im Jahr bedeutet das jedoch, dass manche Auftritte oberflächlich wie der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser ablaufen: ohne vorherige Proben. Für den engagierten Bandleader Russ ist das jedoch kein Problem: «Die verschiedenen Stimmgruppen treffen sich noch öfter im Jahr, um ihre Partien einzustudieren.» Jede Stimmgruppe spielt mit einem anderen Register und somit in einer anderen Tonhöhe. Es bestehe also eine Nähe zur Orgel, prinzipiell sei das Akkordeon jedoch ein Blasinstrument, so Russ. Ein sehr diffiziles noch dazu. Denn immer wieder ermahnte Russ seine Musiker, den für die Lautstärke verantwortlichen Blasebalg am Instrument nicht ganz so heftig zu verwenden. «Wenn ihr in Fahrt gekommen seid, spielt ihr nur noch laut. In der Partitur steht aber auch noch etwas von leisen Passagen.»" (gst)
GLOTTERTAL (bas). Die Jazz-Legende Duke Ellington spielte einst "Take the A-Train" und setzte damit einer New Yorker U-Bahn-Linie ein Denkmal. Ein anderer "A-Train" machte am Samstag in Glottertal Station: Die Hessische Landes-Akkordeon-Bigband gab auf Einladung der Akkordeon-Trachtengruppe ein Galakonzert in der Eichberghalle. Das zweistündige Programm war ebenso außergewöhnlich wie die Formation und reichte von Jazz-Klassikern über Totos "Rosanna" bis hin zu Hits von Robbie Williams.
"Duke Ellington hätte seine Freude daran", muss der ein oder andere Zuschauer gedacht haben, als er die 30 Akkordeonspielerinnen und -spieler jazzen und swingen sah. Rhythmussicher stimmten sie eine "Moonlight Serenade" an oder begannen einen romantischen "Florida Flirt", immer im Zusammenspiel mit Piano, Schlagzeug, Gitarre und Bass. Beim Bee-Gees-Medley ging ein Raunen durchs Publikum und spätestens Ellingtons "Caravan" klatschten viele begeistert mit.
Akkordeon und Jazz, wie passt das zusammen? Wolfgang Russ, der A-Train vor vier Jahren gründete und bis heute leitet, weiß: "Wir haben eine Vorreiterrolle in der Akkordeonszene." Vor allem die Besetzung mit insgesamt sieben Solisten, darunter Pianist, Trompeter und Sänger, sei neu. Die meisten Lieder hätten er oder sein Kollege Hans-Günther Kölz eigens arrangiert, das heißt für Akkordeon überhaupt erst spielbar gemacht. "Wir spielen zwar Klassiker des Jazz, suchen aber immer eine eigene musikalische Sprache", erläuterte der Musikdozent. Schließlich wollten sie keine "normale" Bigband ersetzen. Die Gruppe, die ihren Namen von Ellingtons Lied und dem "A" für Akkordeon abgeleitet hat, trifft sich dreimal im Jahr zu mehrtägigen Proben. "Fürs Tönezählen" bleibe da, so Russ, keine Zeit. Jeder müsse seinen Part vorher einstudieren. Viel Arbeit für die Laienmusiker, die aus Orchestern in ganz Hessen ausgewählt wurden.
Im Konzert war von Anspannung nichts zu spüren. Im Gegenteil: Beim Musizieren wurde gelacht und einige Musiker schauten schmunzelnd auf die Uhr, als Pianist Hans-Günther Kölz eines seiner Soli ungeplant verlängerte. Dennys Mehlmann an den Perkussionsinstrumenten zauberte immer neue Schlaghölzer und Rasseln hervor. Sänger Jochen Schild verpasste vor Lachen sogar seinen Einsatz. Auch das störte kaum, denn es passte zum spontanen Charakter des Abends.
Schild, der Jazzgesang studiert, begeisterte mit "Chicago" und "Caravan" ebenso wie mit Jazztiteln von Robbie Williams. Lateinamerikanische Klänge stimmte Matthias Russ auf der Trompete an. Nach "Children of Sanchez" und "My one and only love" versuchte sich der Fünfzehnjährige an "Satin Doll", nur begleitet von seinem Vater, Wolfgang Russ, am Klavier.
Hochkonzentriert zeigte sich A-Train bei ihrer Interpretation von "Rosanna". Tiefe Akkorde ahmten satte Gitarrenklänge nach, die Läufe auf den schwarz-weißen Tasten erreichten nicht ganz die Schnelligkeit des Originals. Der Rocktitel sei, so Russ, wegen seiner Rhythmik und des Tempos "eine echte Herausforderung".
Mit Volksmusik und Schunkelliedern wird das Akkordeon zumeist in Verbindung gebracht, am wenigsten wohl aber mit Jazz, Rock, Pop oder Latin. Dass viele Menschen dem Instrument damit Unrecht tun, bewies "A-Train", die "Landes-Akkordeon-Bigband Hessen" (LABBH), mit ihrem ersten Konzert in Sulzbach im Bürgerzentrum Frankfurter Hof.
Nach Posaunen oder Saxofonen sucht der Zuhörer in dieser deutschlandweit einzigartigen Formation allerdings vergebens - stattdessen findet er 25 Akkordeons auf der Bühne. Schlagzeug, Percussion, Bass und Gitarre bilden, wie in einer klassischen Bigband auch, als Rhythmusgruppe das Fundament. Den musikalischen Part der Bläser übernehmen jedoch die Akkordeons. Abgerundet wird das außergewöhnliche Klangbild durch das Piano, die Trompetensoli und den Gesang.
Vor vollem Haus entlockten die 25 Musiker aus ganz Hessen unter der Leitung von Wolfgang Russ ihren großen Instrumenten mit den schwarzen und weißen Tasten bisher nicht gekannte Klänge. Die ausgewogene Mischung aus Jazz-Klassikern, Arrangements aus der Rock- und Pop-Musik sowie Latin-Stücken ließ den Abend zu einer musikalischen Erlebnisreise durch Stil- und Zeitepochen werden.
Zum Programm gehörten ein Medley aus den größten Hits der Bee Gees neben Glenn Millers "Moonlight Serenade", zwischendurch fetzige Rocknummern wie die legendären Erfolgstitel "Spain" und "Rosanna", dann die Ballade "My One And Only Love", um danach wieder mit einem Potpourri von bekannten Stevie-Wonder-Melodien durchzustarten. Natürlich durfte auch der Namenspate des Orchesters, der rasante Duke-Ellington-Klassiker "Take The A-Train" nicht fehlen. Erinnert an die gute alte Rock-'n'-Roll-Zeit tobten die Zuhörer bei Bill Haleys Evergreen "See You Later, Alligator". Die gute Stimmung, die das Orchester verbreitete, schwappte schnell auf das Publikum über. Immer gespannt auf das nächste Stück, rockte und swingte der ganze Saal mit.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends stellte ein virtuoses Jazz-Arrangement für drei kleine Melodikas dar, normalerweise ein Instrument, um Kinder an das Akkordeon-Spielen heranzuführen. Von der Band lebhaft begleitet, riss es das Publikum zu lang anhaltendem Applaus hin.
Die Akkordeon-Bigband "A-Train" besteht seit Ende 2000. Mehrmals im Jahr treffen sich die Hobby-Musiker zu Wochenend-Proben und stellen dann gemeinsam ein attraktives Programm auf die Beine. Unter ihnen befinden sich auch drei Sulzbacher: Simone Geiss, Andreas Knöller und Wolfgang Opitz, allesamt nicht nur Mitglieder der ersten Stunde, sondern auch schon von kleinauf Akkordeon-Spieler. Aus Freude an ihrem Instrument opfern sie auch gerne ihre Freizeit für Proben. Zumal mehrere Auftritte im Jahr dafür entschädigen. Ihr bisher größtes Konzert war ein Gala-Auftritt vor 900 Zuhörern im Kurhaus Baden-Baden. "Wir wollen zeigen, dass das Akkordeon mehr kann als das aus dem Fernsehen bekannte ,Humptata'", erklärt Simone Geiss, und Wolfgang Opitz ergänzt: "Das Instrument kommt zwar aus dem Bereich der Volksmusik, doch es kann noch wesentlich mehr." Für die Zukunft sei sogar eine CD geplant, verriet Opitz.
Unter der Internet-Adresse www.labbh.de gibt es weitere Informationen über das Orchester und geplante Auftritte.
Mit dem "A-Train" in eine romantische Sommernacht auf dem Holzhof - gewürzt mit einer saftigen Portion Drive, die beim Abschlusskonzert der diesjährigen Festspielsaison für Super-Laune sorgte. Nach acht Vorstellungen des Sommertheaters gastierte zum "Nachschlag" die Landes-Akkordeon-Big-Band mit einem facettenreichen Programm: Von Jazz und Swing zu Pop und Rock. Manchen hatte zweifelsfrei auch die Neugier gelockt, wie den nun ein solcher Paradiesvogel unter den Jazz-Ensembles klingen würde, jedenfalls war der Holzhof gut besucht und die Resonanz bestens. Ohne zwei Zugaben ließ man die Band schließlich auch nicht mehr von der Bühne.
Ja, wie "funktioniert" das also, vom namensgebenden Duke-Ellington-Klassiker bis zu Pop-Potpourris von Stevie Wonder oder den Bee-Gees? Die Rhythmusgruppe sorgt mit klassischer Gitarre-Baß-Piano-Drums-Besetzung plus Percussion-Player für den ange-messenen Groove, aber alles darüber kommt von eineinhalb Dutzend Akkordeons. Und die können eine Menge mehr als das, was man dem mobilen Tasteninstrument gemeinhin so zutraut. Ätherisch-duftig, höchst vielstimmig aufgeteilt, schimmert das Intro der "Moon-light-Serenade". Und mit vollem Schmackes jazzt man los, wenn's an so alte Kracher wie The Duke's unsterblichen "Caravan" oder Sinatra-Standards geht. "A-Train" beeindruckt mit einer leichtfüßigen Beweglichkeit, sahnig phrasiert und eins im Zusammenklang, sorgt für Energie und klanglichen Glanz.
Die Rhythmusgruppe bindet das Ganze zur Band; Bandleader Wolfgang Russ und Pianist Hans Günther Kölz begeistern mit prickelnden Solo-Features. Aber auch die Ak-kordeons legen spannende Solo-Strecken vor, allen voran "Konzertmeister" Bernhard Wondrak, der mit Virtuosität und Melodiesinn glänzt. Und zu alledem als Gast-Solist ein so brillanter Trompeter und Flügelhornist wie Stefan Klink. Mit den "Children of Sanchez" stieg Klink ein und räumte mit frisch strahlendem, kernigem Sound so richtig ab - sowohl beim Publikum als auch bei seinen "Orchesterkollegen", die flexibel und mit rhythmischem Pfiff begleiteten. Ob Eigenkompositionen von Kölz und Klink oder Traditions-Repertoire wie "Mack The Knife" - das Programm war genau so facettenreich wie das Klangbild, erntete begeisterten Applaus, und "A-Train" schloss würdig eine erfolgreichen Festspielzeit des Kulturkreises Bad Orb.
(…) Während am vergangenen Wochenende die Harmonikas im Rathaus, im Kurhaus und im Bonhoeffersaal heiß liefen, fand im Benazetsaal zur Auflockerung der Wettbewerbsszene ein sehr gut besuchtes Konzert der Landes-Akkordeon-BigBand Hessen unter der Leitung von Wolfgang Russ statt.
Die stattliche Big Band wurde im Jahr 2000 gegründet und hat sich zu einem sehr gut funktionierenden, beliebten Laienorchester gemausert. Zu seinen Gründungsmitgliedern gehört der Pianist Hans-Günther Kölz, der auch als Solist mitwirkte und viele schöne Kostproben seines jazz-pianistischen Einfallsreichtum zum Besten gab. (…)
Bei allen Stücken war jedem von ihnen große Spiel- und Musizierfreude aufs Gesicht geschrieben. Jochen Schild aus Stuttgart (Gesang), Matthias Russ (Trompete), Simon Rössler (Marimbaphon), Karl Löbel (Percussion) und Norbert Fischer (Bassgitarre) unterstützten als Solisten die musikalischen Vorträge, und wohl keiner im Saal konnte sich der mitreißenden Wirkung bekannter Melodien und Hits von Duke Ellington, Glenn Miller und anderen in Bearbeitungen speziell für dieses Orchester und seine Solisten entziehen. Begeistertes Mitklatschen zur Musik war angesagt und überall sah man Füße, Hände oder Köpfe sich selbstvergessen im Takt mitbewegen.
Dirigent Russ begleitete sein Orchester mit der E-Gitarre und moderierte die bunte Programmfolge informativ und humorvoll. So kündigte er auch ein atemberaubendes, virtuoses Jazz-Stück für drei kleine Kinder-Melodicas, Bassgitarre, Percussion und Akkordeonspieler an, meisterlich präsentiert und von umwerfend komischer Wirkung.
RHEINFELDEN (mar). Dass man mit dem Akkordeon nicht nur traditionelle Volksmusik oder klassische Konzertliteratur auf virtuose Weise in Szene setzen kann, sondern auch einen fetzigen und poppigen Bigband-Sound zu Gehör bringen kann, präsentierte am Sonntagabend die Landes-Akkordeon-Bigband Hessen im Bürgersaal in Rheinfelden. Wie man sich dieses musikalische Unterfangen vorstellen sollte, das erfuhr das akkordeonbegeisterte Publikum gleich zu Beginn mit der Erkennungsmelodie der Bigband, "Take the A-Train" von Duke Ellington.
Wolfgang Russ, Leiter der Band und in der Akkordeonszene als Komponist, Musiker, Arrangeur und Instrumentallehrer bekannt, betonte, dass Duke Ellington und zahlreiche andere Jazz-, Rock-und Pop-Komponisten der literarische Hintergrund für den Bigbandsound seiner Musikerinnen und Musiker sei. Stücke wie "Sunset Boulevard", "Chicago" oder die Hit-Collection von den Bee Gees waren geprägt von jazzigem und rockigem Sound, den Russ mit seinen Arrangements für das Akkordeon spielbar machte. Unterstützt wurde er dabei von zahlreichen exzellenten Musikern, dem Sänger Jochen Schild sowie Hans-Günther Kölz, der als Arrangeur die moderne Akkordeonliteratur maßgeblich beeinflusst. Darüber hinaus wurde der Bigbandsound durch den Schlagzeuger Kalle Löbel und den Percussionisten Denis Mehlmann perfektioniert, während die Akkordeon-Instrumentierung eher in den Hintergrund zu treten schien. Doch was den eher konservativ gestimmten Traditionalisten aus der Akkordeonbranche die Freude am Konzert der hessischen Landes-Akkordeon-Bigband vielleicht etwas trübte, war für die rhythmisch gestimmten Gäste, die das musikalische Experiment lieben, ein Ohrenschmaus, was sich in der stetig steigenden Stimmung im Bürgersaal bemerkbar machte.
Kompositionen aus der "Stevie-Wonder-Hit-Collection", ins Herz gehende Melodien wie die bekannte "Moonlight-Serenade" von Glenn Miller oder Balladen wie "My one and only love" von Guy Wood sprachen eine eigene Sprache und forderten geradezu auf, das Akkordeon in all seiner musikalischen Vielfalt in den fetzigen Sound aus Jazz,-Rock,-Pop-und Latinvariationen einzubauen. Dass dies für ein traditionell organisiertes und arrangiertes Akkordeonorchester oder Ensemble nicht so einfach ist, wurde ebenfalls deutlich. Denn wo gibt es schon so begnadete Musiker und Arrangeure wie Wolfgang Russ oder Hans-Günther Kölz, die das Experiment mit dem Akkordeon in einer Bigband mit sehr großem Erfolg gewagt haben. Dass es darüber hinaus auch Musiker geben muss, welche die Rhythmik im Blut haben und dies auch weitervermitteln können, das ist ebenfalls eine Erkenntnis aus dem hervorragend in Szene gesetzten Konzert im Rheinfelder Bürgersaal, das dank des Akkordeon-Orchesters Rheinfelden nicht nur begeisterte, sondern auch zum Nachdenken anregte.
Badische Zeitung, Lokalteil Rheinfelden vom 21.01.2003
In der Stadthalle spielte die Akkordeon-Formation "A-Train" ("Landes-Akkordeon-Big-Band Hessen") und ließ staunen. Lockere Musiker produzierten einen satten Sound mit Latin- und Pop-Rhythmen. Wolfgang Russ leitet das Orchester, und aus seiner Feder stammen die meisten der wirklich guten Arrangements; "Children of Sanchez" war ein Volltreffer. Dieser Titel verrät etwas über das Repertoire, das aus Titeln der Gibb-Brothers, von Duke Ellington oder Glenn Miller besteht. (…) Die Gäste aus Hessen (…) warteten mit einer ungewöhnlichen Kombination auf, die neugierig machte: Akkordeon und Jazz. (…) Rasant wurde es bei Take the A-Train im Stile Duke Ellingtons. Erstaunlich: Das Orchester spielte größtenteils "führerlos", da Wolfgang Russ auf Grund seiner E-Gitarre-Begleitung das Dirigat auf ein Minimum beschränkte. Hier zeigt sich die hervorragende Qualität dieses Klangkörpers, der fast ausnahmslos aus Hobbymusikern besteht: diffizile Einsätze, abrupte Tempi-Wechsel, spannungsgeladene Crescendi - alles stimmte bis auf's i-Tüpfelchen. Badisches Tagblatt vom 16.04.2002 Zu einem witzigen und originellen Höhepunkt indes geriet der mit drei Melodicas - in typischer Big-Band-Manier und mit ungemein flinker Fingerfertigkeit - intonierte und von der Band lebhaft begleitete Titel "Three Brothers" von Jimmy Giuffre. Übrigens ein toller Gastauftritt. A-TRAIN, benannt nach dem Duke-Ellington-Stück, ließ in Titeln wie "Birdland" (Weather Report), Ellingtons "Caravan" oder einem Stevie-Wonder-Medley viel Raum für Improvisationen, was sich die Bigband wegen einer hervorragend groovenden Rhythmusgruppe leisten kann. Der Drummer kann auch leise spielen, der E-Bassist lässt den Funk(en) überspringen, Russ' E-Gitarren-Licks kommen messerscharf. Und Chick Coreas "Spain" provozierte das Publikum zu zügigem Mitklatschen - ein Novum für ein Stück des modernen Jazz. … Waiblinger Kreiszeitung vom 15.04.2002
Konzert in der Stadthalle Hofheim am Taunus am 19.01.2003
Der Akkordeon-Klang wurde reizvoll von einer Rhythmusgruppe aufgelockert. Dazu kamen Hand-Orgel, E-Piano und E-Gitarre. Als besondere Zutat gab es auch schon mal jazzige Querflöte. (…) Bei einigen Jazz-Titeln hatte Arrangeur Russ die Sache traditionell gelassen. Aber plötzlich ergänzten harte Töne der Akkordeons das Quartett-Geschehen und gaben der Musik einen erstaunlichen Schwung. (…) Alles in allem: ein dickes Bravo!
Konzert in der Jahnhalle in Gaggenau am 14.04.2002
Konzert im Bürgerzentrum in Waiblingen am 13.04.2002
Dass man auf dem Akkordeon nicht nur Volksmusik spielen, sondern auch vortrefflich "jazzen" kann, das führten am Samstagabend 25 Akkordeonspieler der Landes-Akkordeon-Bigband Hessen vor, die sich jetzt "A-TRAIN" nennen. (…)
Da kam beschwingte Freude auf: Draußen regnete sich ein grauer Herbstabend in den beginnenden Frühling ein, drinnen spielte die Landes-Akkordeon-Bigband Hessen unter der Leitung von Wolfgang Russ 'Accordion goes Jazz' (…) Der starke Besuch in Hofheim ist ein großer Erfolg für diese junge Bigband.
Am vergangenen Sonntag wurde Musikfreunden im Epilog zur Pfungstädter Woche ein ganz besonderes Konzert geboten. Unter dem Motto "Akkordeon unerhört" sorgte die Hessische Akkordeon-Bigband unter der Leitung des Trossinger Musik-Dozenten und Komponisten Wolfgang Ruß für ausgelassene Stimmung in der Sport- und Kulturhalle.
Eine Akkordeon-Bigband - das ist wirklich einmal etwas Neues. Die Idee hierzu entstand bereits im vergangenen Jahr beim 5. Jazz-Rock-Pop Workshop, den die Akkordeonvereinigung 1936 Pfungstadt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Harmonika Verband ausrichtete. Vorsitzender Matthias Hemmje schlug vor, die Swing-Konzerte, die bislang immer in Form von Werkstatt-Konzerten im Mühlbergheim durchgeführt wurden, einmal in größerem Rahmen auszurichten. Dieser Vorschlag wurde sofort von den Teilnehmern und dem musikalischen Leiter begeistert aufgenommen und in diesem Jahr von der Akkordeonvereinigung in die Tat umgesetzt. Mehr als 40 Akkordeonisten aus ganz Hessen und den angrenzenden Bundesländern folgten bereits im März diesen Jahres der Einladung zu einem dreitägigen Jazz-Rock-Pop Workshop in Pfungstadt, bei dem die ersten Grundlagen für dieses große Konzert-Ereignis gelegt wurden. Am vergangenen Wochenende fand dann die zweite Probephase statt, bei der das Programm seinen Feinschliff erhielt.
Am Sonntag Abend bot sich den zahlreichen Zuschauern in der nahezu ausverkauften Sport- und Kulturhalle ein imposantes Bild: Auf der vierstufigen Bühne hatte ein Orchester mit über 40 Akkordeonisten Platz genommen, dazu Schlagzeug, Percussion und Klavier. Nun konnten die Musiker zeigen, daß man mit dem Akkordeon durchaus fetzige Musik machen kann. Eröffnet wurde das Konzert mit der Titelmelodie "One" aus dem Musical "A chorus line" und einem Medley aus dem Musical "Starlight Express" von Andrew Lloyd Webber, das gekonnt zwischen wunderschönen Melodien und fetzigen Rhythmen abwechselte. Danach betrat der erste Stargast des Abends die Bühne, der Mundharmonika-Weltmeister Yasuo Watani aus Kyoto, Japan. Watani, Träger des japanischen Kulturpreises, hat bereits mehrere große Tourneen mit japanischen Sinfonieorchestern absolviert und ist derzeit als Dozent am Hohner Konservatorium in Trossingen tätig. Er überzeugte das Publikum mit geradezu akrobatischem Können auf seinem Instrument und sorgte damit für den ersten Höhepunkt dieses Konzerts. Der erste Teil des Programms wurde dann mit zwei weiteren Kompositionen des Leiters der Akkordeon-Bigband abgerundet. Zuerst boten die Musiker einen Mambo, danach die Jazz-Suite "Collaboration 2", bei der Yasuo Watani mit der Mundharmonika und Daniela Werner am Klavier als Solisten besondere Akzente setzten.
Nach der Pause wurde das Programm sogleich swingend fortgesetzt mit dem Klassiker "See you later Alligator". Im Anschluß daran hatte der zweite Stargast des Abends seinen ersten Auftritt: Gesangssolist Hans "the Boogieman" Weill aus Darmstadt, der sich zunächst mit einem Solo-Programm, begleitet von Hans Kreisle auf der Blues-Harp, dem begeisterten Publikum vorstellte. Nach einem Medley lateinamerikanischer Melodien aus der Feder von Trini Lopez (wer kennt nicht das berühmte "La bamba"?), wirkten dann Hans Weill und die Akkordeon-Bigband zusammen. Eigens für die beiden Swing Klassiker "Georgia on my mind" von Hoagy Carmichael und "Don´t get around much anymore" von Duke Ellington hatte Wolfgang Ruß die 12-stimmigen Bigband-Sätze für Akkordeon arrangiert. Unglaublich der Sound, den die Akkordeons hier produzierten, gefühlvoll und engagiert ergänzt durch die Stimme von Hans Weill - ein echtes Klangerlebnis. Den krönenden Abschluß dieses höchst abwechslungsreichen und kurzweiligen Konzertes bildete dann das Medley "Udo Jürgens in concert", bei dem Jung und Alt im Publikum 70-er Jahre Hits wie "Aber bitte mit Sahne" oder "Mit 66 Jahren" wiederentdecken konnten. Bei "Cotton fields" griff sogar der Dirigent selbst zur Melodica! Das Publikum in der ausverkauften Halle belohnte die Musiker anschließend mit langanhaltendem Applaus und "Standing Ovations".
Matthias Hemmje bedankte sich zum Abschluß bei allen Akteuren des Abends, ganz besonders bei den Solisten und dem musikalischen Leiter Wolfgang Ruß, dem es in einzigartiger Weise gelungen war, diesen Klangkörper durch die richtigen Tips während der Proben und durch sein lockeres und doch präzises Dirigat in "Swing" zu bringen. Spieler wie Zuhörer waren sich einig, daß dies ein äußert gelungener Abend war mit Musik, die Laune macht und die Veranstalter der Akkordeonvereinigung versprachen, daß es nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein soll.